Gold gilt seit jeher als eines der wertvollsten Metalle der Welt. Schon vor hunderten Jahren brachen Entdecker und Abenteurer auf, um das wertvolle Material an den entlegensten Orten der Welt zu finden. Seinen Höhepunkt fand das wertvolle Metall dann während des Goldrauschs des 19. Jahrhunderts in Amerika. Auch wenn die Zeiten der Goldsucher heute größtenteils vergangen sind, spielt Gold noch immer eine große Rolle in unserer Gesellschaft. Für viele gilt es als eine der sichersten Wertanlagen überhaupt. Besonders in unsicheren Zeiten von Bankenkrisen und Währungsverfall gewinnt Gold immer mehr an Bedeutung. Alles, was Sie rund um den Kauf von Gold wissen müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.Goldbarren

Warum in Gold investieren?

Im Gegensatz zu allen vergangenen Währungen hat Gold noch niemals seinen Wert gänzlich verloren und gilt daher als krisensicher. Grundlage dafür ist der Wert, den Gold an sich hat. Verglichen mit Papiergeld wird für die Förderung und Verarbeitung von Gold ein deutlich höherer Aufwand benötigt. Die Stabilität, die daraus erwächst, lässt sich an einem einfachen Beispiel ablesen. Zu Zeiten des Römischen Reiches konnte man für eine Unze Gold eine Toga kaufen, die damals die Kleidung der Oberschicht darstellte. Im Mittelalter konnte für die gleiche Menge Gold wertvolle und maßgeschneiderte Kleidung erworben werden. Heute ist eine Unze Gold sogar etwa 1000 Euro wert. Besitzen Sie allerdings Papiergeld aus dem letzten Jahrhundert, ist es heute vollkommen wertlos und Sie werden nicht einmal einen Apfel damit kaufen können.

Neben der relativen Sicherheit von Gold bietet es den Vorteil, einsteigerfreundlich zu sein. Ein möglicher Investor muss sich nicht mit Dividenden und dem Aktienmarkt auskennen, um das Prinzip von Gold zu verstehen. Er kauft ein physisches Produkt, dessen Wert sich einfach ablesen lässt. Sicher im Bankschließfach verwahrt kann der Goldkurs verfolgt werden und der Gewinn oder Verlust seiner Investition einfach errechnet werden.

Die Probleme von Gold

In der Einfachheit von Gold liegt auch sein Nachteil. Gewinne lassen sich lediglich über Kursveränderungen erzielen. Während bei anderen Anlageformen Dividenden und Zinserträge anfallen können, kann mit Gold nur über den günstigen Einkauf und teuren Verkauf Geld verdient werden. Dies ist auch durchaus möglich, denn der Goldpreis ist großen Schwankungen unterlegen, größeren Schwankungen, als dies für Aktien der Fall ist. Dies birgt jedoch gleichzeitig die Gefahr, viel Geld zu verlieren. Denn auch wenn Gold seinen Wert nie gänzlich verliert, können dennoch große Verluste gemacht werden. Entgegen der landläufigen Meinung ist Gold im Vergleich zu Aktien auf kurzfristige Sicht deutlich risikoreicher.

Zudem ist es nicht ausreichend, sich einzig und allein auf den Goldkurs zu verlassen. Da Gold in US-Dollar gehandelt wird, spielt auch der Wechselkurs von Dollar zu Euro eine wichtige Rolle. Kaufen Sie nun Gold während der Wechselkurs gut für den Dollar steht und verkaufen, nachdem er sich zugunsten des Euros entwickelt hat, können Sie viel Geld verlieren. Dies macht den Verlauf der Investition deutlich unvorhersehbarer.

Welches Gold kaufen?

Physisches Gold lässt sich sowohl in Form von Barren, Münzen oder Schmuck kaufen. Die beliebteste Anlageform ist der Barren. Ihn gibt es bereits ab einem Gewicht von 0,5 Gramm. Für große Investitionen gibt es Barren bis zu einem Gewicht von einem Kilogramm. Der Preis hierfür beträgt jedoch über 30.000 Euro. Solch schwere Goldbarren sind, sofern das Interesse besteht viel Geld zu investieren, die beste Wahl. Die Gewinnspanne der Händler ist hier, prozentual gesehen, am geringsten.

Der Vorteil von Münzen liegt in den einfacheren Verkaufsmöglichkeiten. Besitzen Sie nur einen großen Barren, müssten Sie ihn zersägen, falls Sie einen Teil davon verkaufen möchten. Dies würde zum Wertverlust Ihrer Anlage führen. Münzen hingegen lassen sich problemlos in kleineren Mengen verkaufen. Dafür müssen Sie allerdings, wie bereits oben erwähnt, einen höheren Preis pro Unze in Kauf nehmen.

Wo Gold kaufen?

Möchten Sie physische Goldbarren oder Goldmünzen besitzen, funktioniert der Kauf recht simpel. Entscheiden Sie sich, wie viel Gold Sie kaufen möchten und machen Sie sich auf die Suche nach dem besten Händler im Internet. Sehr empfehlenswert sich dabei Vergleichsportale wie gold.de oder gold-preisvergleich.com. Sie sollten allerdings darauf achten, dass der Händler, für den Sie sich schließlich entscheiden, Mitglied im Berufsverband des deutschen Münzhandels ist. Auf der Website finden Sie in der Regel das Logo des Verbandes (ein König mit Kreuz im Arm). So können Sie sich sicher sein, bei einem seriösen Händler einzukaufen.

Möchten Sie Ihr Gold lieber vor Ort kaufen, können Sie das bei Fachhändlern oder Banken tun. Erstere bieten in der Regel günstigere Preise und eine größere Auswahl an, weshalb es sich ein Kauf dort empfiehlt. Allerdings ist es im Geschäft generell schwieriger, Preise zu vergleichen. Zudem bietet ein Onlinekauf eine höhere Anonymität und ist bequemer.

Was gilt es beim Kauf zu beachten?

Vor dem Kauf sollte bereits über eine Lagerungsmöglichkeit nachgedacht werden. Bei einer Lagerung im eigenen Haus sollte sowohl die Gefahr möglicher Einbrecher, als auch eines Feuers berücksichtigt werden. Es sollte also ein feuerfester und gut versteckter Tresor angeschafft werden. Einfacher und wahrscheinlich auch sicherer ist da die Lagerung in einem Bankschließfach. Für eine Jahresgebühr von etwa 25-50 Euro können Sie dort bis zu 20 Kilogramm lagern.

Beim Kauf von Gold sollten Sie beachten, dass in der Regel keine kurzfristigen Gewinne erzielt werden. Sollten Sie nicht an einer langfristigen Investition interessiert sein, ist Gold nicht die richtige Anlageform für Sie. Daher sollten Sie stets langfristig einen Blick auf den Goldkurs haben. Banken- und Währungskrisen treiben den Preis in der Regel in die Höhe, zudem hat der Wechselkurs von Dollar zu Euro (wie oben beschrieben) einen Einfluss. Interessant ist auch die aktuelle Goldfördermenge. Je mehr Gold aus den Minen geholt werden kann, desto geringer ist der Preis. All diese Faktoren sind allerdings nur Hinweise und Prognosen aller Art sollten nur mit Vorsicht beachtet werden.

Ein guter Ansatzpunkt ist allerdings die Ergänzung eines Wertpapierportfolios durch Gold. Es besteht die grundsätzliche Tendenz, dass bei steigenden Zins- und Aktienkursen der Goldpreis abnimmt. Bei fallenden Kursen steigt der Goldpreis allerdings. Daher kann Gold als Absicherung eingesetzt werden.

Gold CFDs

Der Handel mit CFDs ist nicht auf Aktien beschränkt, auch bei Rohstoffen wie Gold können sie eingesetzt werden. Das Prinzip bleibt das gleiche: Es wird auf steigende oder fallende Kurse gesetzt. Die Gebühren sind zudem ähnlich wie die für Aktiengeschäfte. Der Vorteil von Gold-CFDs liegt in den wegfallenden Kosten für die Lagerung und den physischen Handel des Golds. Zudem kann mit relativ wenig Kapital eine große Menge Gold „gehalten“ werden. Generell ist diese Art der Anlage allerdings um ein Vielfaches komplexer als der direkte Kauf von Gold und sollte nur erfolgen, wenn bereits Vorwissen oder eine ausführliche Recherche zugrunde liegt. Ist dies allerdings gegeben, bietet der generelle Aufwärtstrend des Goldkurses eine gute Grundlage für CFDs.

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